Rauchfangkehrerbetrieb Pospischil

Der Rauchfangkehrerbetrieb Pospischil in Gröbming und Umgebung blickt auf eine lange Tradition zurück. Gegründet von Rudolf Pospischil wird er nun in der 4. Generation fortgeführt. Nach dem plötzlichen Ableben von Walter Pospischil im Herbst 2016 wird das Unternehmen von Helene Pospischil weitergeführt und mit Walter Pospischil jun. ist eine weitere Generation bereit den Betrieb nach Aneignung des notwendigen Fachwissens fortzuführen.

Rauchfangkehrermeister Rudolf Pospischil mit Söhnen

Rauchfangkehrertochter Marianne 1939

Rauchfangkehrermeister Walter Pospischil Vater und Sohn

Rauchfangkehrermeister Walter Pospischil und Mitarbeiter 2012

Warum gibt es den Rauchfangkehrer?

Geschichtliche Entwicklung der Rauchfangkehrerzunft

Geschichtliche Entwicklung der Rauchfangkehrerzunft

Sehr bald erkannte man, dass die Gefahren und Hauptursachen für Brände von verschmutzten Rauchfängen ausgingen und dass es daher (lebens-)notwendig war diese zu reinigen. Die Kehrung von "Feuerstätten und Kamine" wurde das erste Mal im Jahre 1221 vom Babenbergerherzog Leopold II. per Edikt anbefohlen.
Kein Wunder also, dass gerade der heilige Florian, der Helfer in Feuersnöten, zum Schutzpatron des Rauchfangkehrerberufs auserkoren wurde.
Zum ersten Mal als Mitglied der "Feuerbeschau" wird der Rauchfangkehrer bereits 1462 in einem bayrischen Dokument erwähnt. Der Berufsstand Rauchfangkehrer ist bis heute ein "Ordnungs- und Sicherheitsberuf".
Geschichtliche Entwicklung der Rauchfangkehrerzunft Kaiser Maximilian I. veranlasste am 19. Oktober 1512, dass der erste Rauchfangkehrer in Wien ansässig wurde. Etwa zur gleichen Zeit erhielt ein Schlotfeger in Frankfurt am Main die vertragliche Zusicherung, dass ihm bei seiner anbefohlenen Berufsausübung kein Fremder hinderlich sein durfte - der erste geschützte Kehrbezirk entstand.
In Wien gab es im Jahre 1654 bereits sieben Rauchfangkehrermeister, die 1664 eine Eingabe zur Verleihung einer Ordnung an den Magistrat machten. Diese Ordnung wurde am 8. Juli 1673 von Kaiser Leopold bestätigt, somit war die Zunft der Rauchfangkehrer unter dem Zunftältesten Matheo Batz geboren.
Geschichtliche Entwicklung der Rauchfangkehrerzunft Die Leopoldinische Feuerordnung vom Jahre 1688 brachte hinsichtlich vorbeugenden Brandschutz die ersten einzuhaltenden Auflagen:
Verbot der Einmauerung von Holzteilen in Rauchfängen
Regelmäßige Reinigung
Eine vierteljährliche Feuerbeschau

Die Leopoldinische Feuerordung wurde im Jahre 1759 von der Theresianischen Feuerordnung abgelöst. Weiters wurde unter der Regentschaft von Kaiserin Maria Theresia 1759 die erste Gewerbeordnung erlassen. Im Jahre 1817 wurde eine neue Feuerordnung für Wien proklamiert.
1829 gab es die erste Bauordnung für Wien und deren Vorstädte.
1883 musste im Falle einer gebietsweisen Abgrenzung auf einen im Kehrgebiet ansässigen Rauchfangkehrer zurückgegriffen werden.
1840 wurden die zuvor meldepflichtigen engen Rauchfänge, auch russische Fänge genannt, das erste Mal zugelassen.

Bis heute hat jedes Bundesland seine eigene Landesinnung, deren Dachverband die Bundesinnung ist. Somit spannt sich die Geschichte der Rauchfangkehrer vom frühen Mittelalter bis ins 3. Jahrtausend.

Heute ist der moderne Rauchfangkehrer Techniker und Fachmann für Brandschutz, Luftreinhaltung und Energieberatung. Er ist in diesen verantwortungsvollen Bereichen im Dienste der Allgemeinheit tätig und somit nachwievor ein lebendiges Beispiel für einen modernen und praktisch tätigen Glücksbringer.

"Gott schütze das Rauchfangkehrerhandwerk".

Walter Pospischil

    Rauchfangkehrerbetrieb
Fachbetrieb für Brandschutz, Luftreinhaltung und Energieberatung
8962 Gröbming, Mitterbergstr. 783  |  Tel. +43 3685 22 700  |  E-Mail: info@rauchfangkehrer.at  |  Impressum